Grüner Kommentar: Ministerin Reiche gescheitert – Energieminister*Innen der Länder einstimmig gegen ihre Pläne

Auf Norderney tagten in Mai die Energieminister*innen der 16 Bundesländer. Es war ein politisch selten einhelliges Bild: alle 16 Bundesländer haben sich  gegen die Pläne von Katherina Reiche gestellt, die Erneuerbaren auszubremsen. Stattdessen haben sie für den Erhalt der Solarförderung für kleine Bürgeranlagen gestimmt – und Reiches Plänen, erneuerbare Energien in bestimmten Regionen Deutschlands bis zu zehn Jahre lang abzuschalten, die rote Karte gezeigt.

Sie haben einstimmig  klargemacht:

  • Sie lehnen Reiches Plan ab, neue Wind- und Solaranlagen bei Netzüberlastung ohne Entschädigung bis zu zehn Jahre lang abschalten zu dürfen („Redispatch-Vorbehalt“);
  • sie wollen die Förderung auch für Bürger-Aufdach-Solaranlagen erhalten;
  • sie fordern, die Netze schneller auszubauen statt jetzt den Ausbau der Erneuerbaren zu blockieren;
  • sie wollen einen verbindlichen Energiewende-Fahrplan mit klaren Meilensteinen.

Katherina Reiche weiß jetzt, was die Bundesländer wollen. Und sie macht trotzdem weiter – als wäre nichts gewesen. Das ist keine Energiepolitik. Das ist Sturheit und Ideologie auf Kosten fast aller.

J. Westermann

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