Die Markierungen an über 200 Bäumen und die geplanten Baumfällungen im Volkspark stoßen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf großes Unverständnis. Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen hat die Stadtverwaltung den Umweltausschuss kurzfristig zu einer Begehung eingeladen. An der öffentlichen Sitzung nahmen neben den Ausschussmitgliedern auch rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Ziel war es, das Vorhaben näher zu erläutern. Fachlich unterstützt wurde die Verwaltung dabei durch einen Mitarbeiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW.
Konkret geht es dabei weniger um die Parkanlage an der Ophoffstraße als um den Wald westlich des Teiches. Die Verwaltung verfolgt hier das Ziel, einen gesunden und langfristig pflegeleichten Wald zu entwickeln, der den erwartbaren Klimaveränderungen standhalten kann. Demgegenüber wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger einen möglichst natürlichen Wald, der sich weitgehend selbst überlassen bleibt – gerade wegen seiner besonderen Bedeutung als innerstädtischer Erholungs- und Klimaraum.
Aus Sicht der Verwaltung sind Baumfällungen notwendig, um die Verkehrssicherheit auf Wegen und an Spielplätzen zu gewährleisten. In der teils lebhaften Diskussion wurde jedoch deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger sowie auch politische Vertreter spät und nicht ausreichend informiert fühlten. Entsprechend kritisch wurden die geplanten Maßnahmen insgesamt bewertet.
Im Gespräch konnte die Verwaltung mehrere Missverständnisse ausräumen und ihr Vorgehen konkretisieren: Die vorhandenen Robinien sollen erhalten bleiben, es werden keine Schneisen („Rückegassen“) geschlagen, und notwendige Baumfällungen erfolgen ausschließlich entlang zukünftiger Wege – nicht im Inneren des Waldes.
Bündnis 90/Die Grünen bewerten sowohl den Ortstermin mit reger Bürgerbeteiligung als auch die inhaltlichen Klarstellungen der Verwaltung grundsätzlich positiv. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Umweltverbänden werden wir die geplanten Maßnahmen weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadtgesellschaft künftig frühzeitig und umfassend über notwendige Baumpflegearbeiten informiert wird, und begrüßen ausdrücklich den Erhalt der vielen für Klima und Stadtökologie wichtigen Bäume.




