Die Terrasse als Gartenzimmer

Wer ein stimmiges Gartenkonzept entwickeln möchte, tut gut daran, das Areal in unterschiedliche Funktionsbereiche zu unterteilen. Je nach Nutzungswunsch entstehen so genannte Gartenzimmer, deren Einrichtung um so einfacher gelingt, je klarer sie definiert werden. Bei der Gartengestaltung kommt der Terrasse eine besondere Rolle zu.

Die Terrasse als Sitzbereich des Gartens

Die Terrasse ist klassischerweise der Ort, an dem der Hauptsitzbereich des Gartens zu finden ist. Wer seine Stühle hier aufgestellt hat, profitiert vom milden Mikroklima. In Hausnähe sitzt man geschützter vor Wind und Wetter als in einem frei liegenden Sitzbereich. Abends strahlt das Haus noch Wärme ab, wenn es woanders schon ungemütlich fröstelig wird. Der Terrassensitzplatz kann also viel öfter und länger genutzt werden.

Mahlzeiten an der frischen Luft

Die Nähe zum Haus erleichtert das Eindecken und Bedienen der Essenstafel. Das Sonntagsfrühstück, Kaffee und Kuchen, gemütliche Grillabende mit Freunden genügend Platz für Tisch und Stühle ist auf der Terrasse ein Muss. Dabei darf es nicht zu gedrängt zugehen.

Beispielsweise sollte es auch ohne Geschlängel möglich sein, aufzustehen und an sitzenden Personen vorbeizukommen oder auch servierend um den Tisch zu gehen. Dieser darf rund oder eckig sein. Hauptsache er ist groß genug, um die gewünschte Stuhlanzahl unterzubringen. Manch einer denkt über einen Außengrill oder sogar einen kleinen Außenkochbereich für die Sommerküche nach.

Auch hierfür muss genügend Platz mit Sicherheitsabstand vorhanden sein. Möglicherweise nicht direkt auf, sondern an die Terrasse angrenzend.

Ausruhen und sonnen

Handelt es sich um eine Süd-Terrasse darf auch der Platz für den Sonnenschirm nicht fehlen. Wer zudem die Temperaturen im Haus kühl halten möchte, installiert vielleicht gleich eine Markise, die Fenster und die nächsten Sitzgelegenheiten beschattet, sodass die Mittagsstunden im Hochsommer nicht zur Qual werden.

Die Ruhemöbel selbst können so individuell sein wie die Gartenbesitzer selbst. Da gibt es die klassische Gartenliege aus Kunststoff oder Holz für Entspannte, die Loungemöbel für Verwöhnte, den Strandkorb für Sehnsüchtige, die Hollywoodschaukel für Verspielte oder die Hängematte für Alternative. In der großen Welt der Materialien und Muster ist für jeden Geschmack etwas zu finden.

Gartengestaltung Terrasse

Bei allem Ausgestalten der Terrasse sollte man das Wichtigste aber nicht aus den Augen verlieren. Eine Terrasse ohne Garten ist wie ein Teich ohne Wasser. Als Übergangszone zwischen Haus und Garten ist sie ein Zwitterwesen.

Nicht mehr Haus aber noch nicht Natur. Eine Verbindung können Kübelpflanzen schaffen, die einerseits den Garten in Sitzplatznähe bringen, andererseits etwas mehr Privatsphäre durch Sichtschutz gewähren. Gern werden hier exotische Pflanzen gewählt, aber auch Zwergbäumchen mit Naschobst, Rankpflanzen an Gerüsten, Duftpflanzen und Immergrüne sind geeignet, ein grünes Wohnzimmer zu schaffen, das Lust macht, auch einmal aufzustehen und den Garten dahinter zu erkunden. In der Gartengestaltung spiegelt schon die Terrasse die Vorlieben der Gartenbesitzer wider und ihren Anspruch an die allgemeine Pflegeaufwändigkeit.

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